Die
hemmungslose Abiturientin und der Katholik oder:
Der Berg rief
(Xaver Vogel-Wild)
Pfingsten 2003 |
Es
war einer dieser heißen Tage Mitte Juni. Joe’s Kumpel Loneheart
feierte seinen 26.Geburtstag auf irgend so einem Bierfest in einer fränkischen
Metropole. Die Uhr kletterte langsam aber sicher gegen zwölf und
die bereits angetrunkenen Weggefährten Joe, Loneheart und ein Pärchen
aus München machten sich auf den Weg von besagtem Bierfest zu der
Afterparty in einer Kneipe namens Smile.
Die Stimmung kochte
bereits, etwa 1000 Leute versammelten sich vor der Örtlichkeit. Nichts
Besonderes zu diesem Zeitpunkt, aber das sollte sich noch ändern.
Zehn Minuten vor Zwölf:
Loneheart bahnte sich den Weg zur Biertheke. Als er seinen betrunkenen
Freunden entgegensteuerte, balancierte das glückliche Geburtstagskind
eine große Anzahl an Krügen des edlen fränkischen Gesöffs
auf seinen Händen. Der Zwölfuhrschlag wurde gebührend gefeiert
und Joe, ja Joe war langsam richtig betrunken. Um nicht zu sagen „besoffen“.
Wie das Leben so spielt liefen Joe zwei Mädels, die er am Vorabend
kennen gelernt hatte, über den Weg – Angelockt von der großen
Anzahl an vollen Bierkrügen natürlich! Die zwei Mädchen
stellten sich dem frivol feiernden Grüppchen mit „Fee“
und „Sabine“ vor. Ab diesem Augenblick fokussierte sich das
folgende Gespräch insbesondere auf die 1,85 große Fee und ihren
zwei netten Begleiterinnen. Denn das junge Fräulein hatte ihre zwei
Prachtbrüste auch dabei. Unglaublich aber wahr. Eine schlanke Amazonin
mit zwei riesigen DoppelD- Titten. Sensationell. Als sie noch über
ihr übles Los klagte und über die anstrengenden Krankengymnastik
auf Grund ihres Gehänges sich ereiferte, war sie plötzlich auf
der „Smile“- Showbühne und faszinierte mittlerweile bestimmt
zehn Leute- ömh, Männer.
Die Weggefährten und Joe waren begeistert. Gerade als die Anmachen
ihren Höhepunkt erreichten, machte Fee jedoch den alles entscheidenden
Fehler. Denn die Größe ihrer Brüste entsprachen zum Leidwesen
aller in der Relation nicht ihrem Alter – die bittere Ernüchterung
nach einem Vollrausch mit anschließendem Gelächter und beleidigter
Fee: 17Jahre!!!
Anschließende Diskussionen über dem Zusammenhang Tschernobyl
`86/ Wachstumshormone im Truthahnfleisch und die Dimensionen von Brüsten
blieben uferlos. Doch Joe und die Weggefährten unterhielten sich
aus reiner Neugier noch weiter mit den Beiden, bis Sabine auf Joe zuging.
Sie fragte ihn ganz unverblümt, wann er jetzt endlich sich an der
Fee vergreifen würde. Joe, den der Anblick der Riesenmöpse definitiv
sehr sexuell erregt hatte, verwies Sabine auf seine Prinzipien „Wie
alt oder Jung darf eine Frau sein“. Das beeindruckte Sabine anscheinend
sehr und machte Joe schöne Augen. Joe, auch nur ein Mann, sah das
Sabines Brüste auch ganz schöne Volumina innehatten. Und so
geschah es dass sich die beiden an einer Garageneinfahrt wildknutschend
wieder fanden.
Joe lief jetzt langsam warm. Sabine war 20, okay nach 10 Minuten gab sie
zu sie sei 19. Das hielt sich noch grade im Rahmen mit Joe´s Alters-
Prinzipien. Aber was soll’s. Als sie mal wieder pausierten, fragte
S. kess, ob Joe eigentlich rasiert sei! (Was soll man dazu sagen –
Sex in the City Generation comes to Germany?, Anm. d. Autors.)
Joe’s Alarmsensoren auf hemmungslosen, wilden Sex bimmelten jedenfalls
wie verrückt- klar war er rasiert. Joe folgte Sabines Monolog über
das Übel der Intimbeharrung und überhaupt Körperbehaarung,
und da sie Joe nicht glaubte, griff sie ihm gleich mal in die Hose. Diese
Offenherzichkeit konterte Joe in alter, gewohnter Manier: “Du bist
gerade in meine Intimsphäre eingedrungen, jetzt gibt’s kein
zurück mehr, du musst mit mir ficken.“
Das Übel nahm seinen Lauf. Sabine hatte ihr Auto in der Nähe
abgestellt und sie entschieden sich in volltrunkenen Zustand zu Joe zu
fahren.
Eine Henkerinfahrt sondergleichen durch die laue Nacht folgte. Joe hatte
noch diese aberwitzige „Kaufen wir doch ne Flasche Sekt an der Tankstelle-
Idee“. Dann ging’s weiter. Auf in Joes Wohnzimmer. Der Sekt
als Aufwärmgesöff war immer ein guter Stimmungs- Ambientemacher-
Das wusste Joe aus seiner langjährigen Erfahrung mit dem weiblichen
Geschlecht. Sie zogen sich langsam aus und leerten dabei den Sekt…Bis
Sabine ein hocherotisches „Komm lass uns ins Schlafzimmer gehen“
von den Lippen raunte.
Arm in Arm torkelten die beiden Betrunkenen in Richtung Schlafzimmer.
“Ohh, mir ist so schlecht“, glitt es S. aus dem Munde. Joe
wähnte Böses. Mit Sabine schien es ziemlich steil bergab zu
gehen. Sie waren bereits im Schlafzimmer angekommen, Joe legte S. aufs
Bett. Dann kam der Spruch der Wohl in die Geschichte der Mann-Frau-Beziehung
eingehen wird:
“Eyy, du kannst mich heut scho noch ficken, aber iiich beweg mich
heut nimmer!“ Joe überlegte ob er wirklich richtig gehört
hatte. Er musste sich ernsthaft anstrengen nicht loszulachen. Er antwortete
nur mit einem „so nötig hab ich’s auch wieder nicht“.
Sabine konterte mit einem sensationellen „wir können ja morgen
früh bumsen“. Da fiel Joe dann gar nix mehr ein. „War
er kurz nach dem Abi auch so unterwegs???“- er legte sich neben
S., machte das Licht aus.
Und da erwischte es S. noch heftiger. Joe konnte nur noch ein „wo
is das Klo“ hören und sah einen Schatten -Gott sei Dank in
die richtige Richtung- huschen. Das Röhren eines Hirsches in der
Brunftzeit war ein Dreck dagegen, was dieses junge Mädel da veranstaltete.
Bis zu diesem Zeitpunkt war es Joe nicht bewusst, dass Frauen überhaupt
solche tiefen maskulinen, testestoronartigen Geräusche von sich geben
können.
Joe konnte sich das Schmunzeln nicht verkneifen, denn das Szenario wiederholte
sich in den folgenden vier Stunden des Öfteren. S. verschwand dann
auch sehr früh aus dem Schlafgemach - Richtung Auto und Heimat.
Als Joe aufwachte, war es bereits früher Nachmittag. Prompt lief
er seiner Mutter über den Weg, die ihn mit einem „Wer war die
denn heut Nacht? Die war ja total unter deinem Niveau“ auf dem Boden
der Tatsachen zurückholte. Ein harter Schlag ins verkaterte Gesicht.
Aber Joe ist ja katholisch.
Joe Miller
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